Kinusaiga entdecken: Stoffbilder ohne Nähen gestalten

Stoffreste, ein Motiv und eine Hartschaumplatte: Daraus kann ein Bild mit erstaunlich viel Tiefe entstehen. Bei Kinusaiga werden Stoffstücke nicht zusammengenäht. Stattdessen verschwinden ihre Kanten in feinen Schnitten einer Unterlage, bis sich Fläche für Fläche ein Stoffbild zusammensetzt.

Ich habe die Technik für mein Rentier und meinen Pinguin ausprobiert. Dabei hat mich besonders begeistert, wie unterschiedlich die Motive allein durch die Stoffwahl wirken.

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Was brauche ich als Unterlage?

Für meine Bilder habe ich eine 3 cm dicke Hartschaumplatte verwendet. Sie lässt sich mit einem scharfen Messer auf die Größe des gewünschten Rahmens zuschneiden. Anschließend wird das Motiv auf die Platte übertragen und entlang seiner Linien eingeschnitten. In diese Schnitte werden später die Stoffkanten eingearbeitet.

Die Dicke der Platte war für mich praktisch: Ich konnte die Motivlinien ausreichend tief einschneiden, ohne die Platte dabei durchzutrennen. Trotzdem gehört beim Schneiden immer eine geeignete, feste Schneidunterlage unter die Platte. Arbeite mit kontrollierten Schnitten und halte die freie Hand aus der Schnittrichtung.

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Braucht Kinusaiga eine Klebefläche?

In vielen Videos wird eine Klebefläche verwendet, damit die Stoffstücke während der Arbeit halten. Bei meinen beiden Bildern habe ich keine Klebefläche benutzt. Das hat für mich sehr gut funktioniert: Ich habe die Stoffkanten nach und nach in die eingeschnittenen Linien eingearbeitet.

Das ist meine Erfahrung mit diesen Motiven und Materialien, keine feste Regel für jedes Projekt. Gerade wenn du Kinusaiga zum ersten Mal ausprobierst, lohnt es sich, an einem kleinen Stück Hartschaumplatte zu testen, wie tief die Schnitte sein sollen und wie dein gewählter Stoff darin sitzt.

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Baumwolle, Jersey oder Sweat: Der Stoff verändert den Charakter

Für das Rentier habe ich Baumwollstoffe verwendet. Ihre Muster und Farben lassen sich wunderbar kombinieren; beim fertigen Bild sind die einzelnen Stoffflächen klar zu erkennen.

Beim Pinguin habe ich Jersey und etwas Sweatstoff eingesetzt. Diese Stoffe geben ihm eine weichere, fast flauschige Wirkung. Genau dieser Unterschied macht mir an Kinusaiga so viel Spaß: Dasselbe Grundprinzip kann je nach Stoffauswahl ganz anders aussehen und sich anders anfühlen.

Bei dehnbaren oder dickeren Stoffen würde ich zunächst an einem Reststück ausprobieren, wie sie sich in die Schnitte einarbeiten lassen. Nicht jeder Stoff verhält sich gleich.

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Schritt für Schritt zum eigenen Stoffbild

  1. Rahmen und Motiv auswählen. Danach die Hartschaumplatte passend für den Rahmen zuschneiden.
  2. Motiv auf die Platte übertragen. Die einzelnen Flächen sollten gut erkennbar sein.
  3. Linien einschneiden. Vorsichtig entlang der Motivlinien arbeiten, ohne die Platte vollständig zu durchtrennen.
  4. Stoffe auswählen und zuschneiden. Für jede Fläche ein passendes Stoffstück vorbereiten und genug Rand zum Einarbeiten lassen.
  5. Stoffkanten einarbeiten. Die Kanten Stück für Stück in die Schnitte drücken, bis das Motiv vollständig ist.
  6. Bild einrahmen. Zum Schluss kommt das fertige Stoffbild in den passenden Rahmen.

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Kinusaiga selbst ausprobieren in Hamburg

Wenn du lieber gemeinsam kreativ wirst, kannst du Kinusaiga in meinem dreistündigen Workshop bei Kreativ-Ohrt in Hamburg-Wilhelmsburg kennenlernen. Alle benötigten Materialien stelle ich bereit. Du kannst dich auf die Technik, die Stoffe und dein eigenes Motiv konzentrieren. 

Hier geht es zum Kinusaiga-Workshop.

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